Geschichte der Deutsch-Französischen Gesellschaft

1959-2009...! Vor 50 Jahren wurde die Deutsch-Französische Gesellschaft "neu konstituiert". Keine Gründung, sondern eine Reaktivierung.

Die Gesellschaft wurde nämlich dreimal geboren, jeweils dem Zeitgeist entsprechend.

Zunächst 1928/1929 im Sog des Locarno Vertrags und dem darauf folgenden gemeinsamen Friedensnobelpreis von Briand und Stresemann als "Ortsgruppe" der Deutsch-Französichen Gesellschaft in Berlin (unter dem Vorsitz des Oberstudienrats Dr. Richard Oehlert, Leiter der Ziehenschule).

Dann im September 1938: Frankfurt konnte sich gegenüber Heidelberg als Zweigstelle der Berliner Gesellschaft behaupten. Bei dem auszuwählenden Vorstand wurde Wert auf NS-Parteitreue gelegt. Den sollte der Operngeneralintendant Meissner bis 1943 inne haben. Der guten Ordnung halber wurde der Verein auch erstmalig 1938 im Vereinsregister eingetragen. Der letzte Eintrag im Stadtarchiv der Stadt Frankfurt bezeugt 1943 das Interesse an den "in Zivilarbeiter umgewandelten Franzosen..."

Schließlich die Wiederbelebung: ganz im Sinne von Jean Monnet ist diese dem Frankfurter Oberbürgermeister Werner Bockelmann zu verdanken, der am 30. Oktober 1959 zum Vorsitzenden gewählt wird. Es folgen:

Dr. Karl Korn, Mitherausgeber der FAZ (1960-62),

Dr. Christian Krull, Leiter der Industrie- und Handelskammer (1962-65),

Dr. Otto Pirkham, Generalbevollmächtigter der Deutschen Bank (1965-71),

Prof. Dr. Arno Münster (1971-78),

Dr. Hans-Hubert Friedl, damals Generalbevollmöchtigter der Dresdner Bank und später Vorstandsmitglied der Bayerischen Hypotheken und Wechselbank (1978-82), Fritz Zopf, Mitglied des Vorstands der Metallgesellschaft (1982-88),

Heiner Hartmann, Generaldirektor der Société Générale Deutschland (1988-2002).