Geschichte der Deutsch-Französischen Gesellschaft

2018 feiert die DFG ihr 80. Jubiläum. Wir werden nicht das ehrwürdige Alter, sondern vielmehr die neu gewonnene Dynamik der Gesellschaft feiern, deren Mitgliederzahl sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt hat.
Die Geschichte unserer Gesellschaft ist ein Spiegelbild der Wirren der deutsch-französischen Geschichte.

Zunächst entstand 1928/1929 eine "Ortsgruppe" der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Berlin (unter dem Vorsitz des Oberstudienrats Dr. Richard Oehlert, Leiter der Ziehenschule) im Zuge des Locarno Vertrags und dem darauf folgenden gemeinsamen Friedensnobelpreis von Briand und Stresemann.
Die Rechtspersönlichkeit erhielt die DFG im September 1938, als die Ortsgruppe sich als die "Deutsch-Französische Gesellschaft in Frankfurt e.V." im Vereinsregister eingetragen wurde. Bei dem auszuwählenden Vorstand wurde Wert auf die NS-Parteitreue gelegt. Unter dem Vorsitz des Operngeneralintendanten Meissner bestand der Vorstand aus Parteitreuen Vorstandsmitgliedern, darunter auch Mitglieder des Vorstands der IG-Farben. 1943 bezeugt ein Eintrag im Stadtarchiv der Stadt Frankfurt das Interesse an den "in Zivilarbeiter umgewandelten Franzosen..." Danach gerät die Gesellschaft in Vergessenheit…

…bis sie 1959 wiederbelebt wird. Die Wiederbelebung ist - ganz im Sinne von Jean Monnet - dem Frankfurter Oberbürgermeister Werner Bockelmann zu verdanken, der am 30. Oktober 1959 zum ersten Vorsitzenden der Nachkriegszeit gewählt wird. Es folgen:

Dr. Karl Korn, Mitherausgeber der FAZ (1960-62)

Dr. Christian Krull, Leiter der Industrie- und Handelskammer (1962-65)

Dr. Otto Pirkham, Generalbevollmächtigter der Deutschen Bank (1965-71)

Prof. Dr. Arno Münster (1971-78)

Dr. Hans-Hubert Friedl, damals Generalbevollmächtigter der Dresdner Bank und später Vorstandsmitglied der Bayerischen Hypotheken und Wechselbank (1978-82)

Fritz Zopf, Mitglied des Vorstands der Metallgesellschaft (1982-88)

Heiner Hartmann, Generaldirektor der Société Générale Deutschland (1988-2002); er war bis 2004 Präsident der DFG FFM eV.

Seit Januar 2004 hat Christophe Braouet, Bankdirektor der Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen), den Vorsitz übernommen.