BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Deutsch-Französische Gesellschaft Frankfurt am Main eV - ECPv4.6.10.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Deutsch-Französische Gesellschaft Frankfurt am Main eV
X-ORIGINAL-URL:https://www.dfg-frankfurt.de/fr/
X-WR-CALDESC:Events for Deutsch-Französische Gesellschaft Frankfurt am Main eV
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20210223T191500
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20210223T191500
DTSTAMP:20260418T085023
CREATED:20201104T170105Z
LAST-MODIFIED:20210223T074616Z
UID:11735-1614107700-1614107700@www.dfg-frankfurt.de
SUMMARY:Chaire Alfred Grosser: Astrid von Busekist
DESCRIPTION:Alfred-Grosser Gastprofessur 2021 \nChaire Alfred Grosser – Prof. Astrid von Busekist\, Sciences Po Paris: \nConférence en allemand sur: „Träume von Räumen. Exkurs über die Grenze“ \nEn coopération avec la Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main et l’Université Goethe. \nInviation \nThème: Träume von Räumen. Exkurs über die Grenze \n„Kurzum\, die Räume haben sich vermehrt\, geteilt und aufgelockert. Es gibt heute Räume in allen Größen und von allen Sorten\, für jeden Gebrauch und für alle Funktionen. Leben heißt\, von einem Raum zum anderen gehen und dabei so weit wie möglich versuchen\, sich nicht zu stoßen.“ (Georges Perec) \nDie Frage ist\, wie sich dieses Programm an die heutige territoriale Grammatik anpassen lässt\, in der einige Menschen sich stoßen und andere nicht. \nDer Begriff der Grenze ist mehrdeutig oder eher polysemantisch\, und je nach Sprache kann man mit den verschiedenen Begriffen spielen\, die sich auf diese Linie beziehen\, die sowohl trennt als auch verbindet. \nSie trennt\, weil sie begrenzt; sie vereint\, weil sie genau das ist\, was zwei benachbarte Einheiten gemeinsam haben: welche Farbe hätte die Trennlinie zwischen einem schwarzen Fleck und einem weißen Hintergrund? \nSie ist mobil\, dynamisch und reversibel: das ist der Ursprung der « Front »\, wie im Englischen „frontier“ oder im Französischen „frontière“\, eine Grenze\, die fortschreitet\, wie die Front einer Armee oder eines Reiches. Expansion. \nSchließlich schützt sie diejenigen\, die sie umschließt; diese Idee ist bereits im römischen Limes enthalten\, d.h. etymologisch die Straße\, und dann später die Befestigungsanlagen\, die sie begrenzen. Heute schützt sie den Status des Bürgers innerhalb einer Gerichtsbarkeit. Obhut. \nKeine Grenze ist endgültig\, alle können überschritten und überquert werden. Selbst die höchsten Mauern werden eines Tages fallen. Labilität. \nDiese Vielfalt und Flexibilität der Bedeutungen widersetzt sich der binären Fiktion\, die uns die wissenschaftliche Literatur\, aber auch der politische Diskurs bietet: einerseits der Traum des Kosmopoliten von einer Welt ohne Grenzen\, andererseits das Streben des Nationalisten nach einer Welt mit dichten Grenzen. Keine dieser Fiktionen ist unbegründet\, wir haben von offenen Grenzen in Europa geträumt\, aber wir wissen auch\, dass die Grenzlinie wesentlich ist\, um das « Recht auf Rechte » zu garantieren\, das heute in vielen Teilen der Welt verletzt wird. \nIch möchte zeigen\, dass das Dilemma der Grenzen (geographische\, politische\, symbolische und soziale) nur kontextbezogen und mit den Prinzipien der Gerechtigkeit vereinbar gedacht werden kann. Im Bewusstsein der empirischen Grenzen zwischen souveränen Staaten\, den Forderungen der Menschenrechte und unseren moralischen Pflichten gegenüber den Heimatlosen\, die sich stoßen\, und der Freiheit\, zu kommen und zu gehen\, werde ich mit Georg Simmel argumentieren\, dass die Grenze\, wie die Tür\, eine Schwelle ist. \n
URL:https://www.dfg-frankfurt.de/fr/veranstaltungsplan/r-barre-gastprofessur-astrid-von-busekist/
LOCATION:Deutschland
GEO:51.165691;10.451526
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.dfg-frankfurt.de/wp-content/uploads/Astrid.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR