{"id":5166,"date":"2008-02-02T21:51:12","date_gmt":"2008-02-02T20:51:12","guid":{"rendered":"http:\/\/neuesdesign.dfg-frankfurt.de\/geteilte-schwierigkeiten\/"},"modified":"2017-08-31T17:04:26","modified_gmt":"2017-08-31T15:04:26","slug":"geteilte-schwierigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/geteilte-schwierigkeiten\/","title":{"rendered":"Geteilte Schwierigkeiten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00e4uble und Hortefeux bei Deutsch-Franz\u00f6sischen Gespr\u00e4chen im R\u00f6mer<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr eine erfolgreiche Integrationspolitik in den L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union m\u00fcssen auch die Ursprungsl\u00e4nder der Einwanderer einbezogen werden. Dies haben Bundesinnenminister Wolfgang Sch\u00e4uble (CDU) und Brice Hortefeux, franz\u00f6sischer Minister f\u00fcr Immigration, Integration, Nationalidentit\u00e4t und Entwicklung, am Donnerstagabend bei den zweiten \u201eDeutsch-Franz\u00f6sischen Gespr\u00e4chen in Frankfurt\u00a0\u00bb im Kaisersaal des R\u00f6mers gefordert. Unter der Moderation von FA.Z. Herausgeber G\u00fcnther Nonnenmacher diskutierten sie \u00fcber das Thema \u201eImmigration und Integration: Wie lassen sich Nationalidentit\u00e4t und Vielfalt vereinbaren?\u201c Zu dem Forum hatte die Stadt gemeinsam mit der Deutsch-Franz\u00f6sischen Gesellschaft in Frankfurt eingeladen. Die Veranstaltung erinnert an den Abschluss des Elysee-Vertrages im Jahr 1963.<\/p>\n<p>In Frankreich m\u00fcsse man vor allem die Schwierigkeit l\u00f6sen, Einwanderer mit Wohnungen und Arbeit zu versorgen, sagte Hortefeux. Um den schulischen Erfolg von Immigrantenkindern zu f\u00f6rdern, plane die Regierung ein Projekt \u00ab\u00a0Franz\u00f6sisch als Fremdsprache\u00a0\u00bb, das zus\u00e4tzlich zum Unterricht angeboten werden soll. Er wies auf die Besonderheiten hin, mit denen<br \/>\nFrankreich als Land mit \u00ab\u00a0langer Immigrationstradition\u00a0\u00bb zu k\u00e4mpfen habe: Beispielsweise leben laut Hortefeux rund 60 Prozent der franz\u00f6sischen Immigranten in drei Regionen um Lyon, Marseille und Paris. W\u00e4hrend von den franz\u00f6sischen Akademikern sechs Prozent arbeitslos seien, sind es nach den Worten Hortefeux bei den Einwohnern mit ausl\u00e4ndischen Wurzeln 24 Prozent. Die Unruhen in den Pariser Vorst\u00e4dten vor zwei Jahren h\u00e4tten den \u00ab\u00a0spektakul\u00e4ren Misserfolg\u00a0\u00bb der franz\u00f6sischen Immigrationspolitik der vergangenen Jahrzehnte gezeigt, sagte Hortefeux. Gleichzeitig h\u00e4tten Migranten in Frankreich doppelt so viele Unternehmen gegr\u00fcndet wie Franzosen.<\/p>\n<p>Deutschland sehe sich eher dem Problem \u201eschichtenspezifischer Integrationsdefizite\u201c gegen\u00fcber, hob Wolfgang Sch\u00e4uble hervor. Gerade die sogenannte dritte Einwanderergeneration stehe oft au\u00dferhalb der Gesellschaft, was unter anderem daran liege, dass Stellen f\u00fcr Niedrigqualifizierte weggefallen seien. Was die F\u00f6rderung der Kinder betreffe, habe Deutschland aber von Frankreich bereits viel \u00fcber fr\u00fchere Einschulung und Ganztagsschulen lernen k\u00f6nnen, sagte Sch\u00e4ubIe.<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeisterin Petra Roth (CDU) hatte zu Beginn der gutbesuchten Veranstaltung gesagt, der Wohlstand Frankfurts w\u00e4re ohne die Mitb\u00fcrger aus alter Welt nicht denkbar: \u00ab\u00a0Sie sind keine Belastung, sondern Erfolgsgarant f\u00fcr diese Stadt.\u00a0\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00e4uble und Hortefeux bei Deutsch-Franz\u00f6sischen Gespr\u00e4chen im R\u00f6mer F\u00fcr eine erfolgreiche Integrationspolitik in den L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union m\u00fcssen auch die Ursprungsl\u00e4nder der Einwanderer einbezogen werden. Dies haben Bundesinnenminister Wolfgang Sch\u00e4uble (CDU) und Brice Hortefeux, franz\u00f6sischer Minister f\u00fcr Immigration, Integration, Nationalidentit\u00e4t und Entwicklung, am Donnerstagabend bei den zweiten \u201eDeutsch-Franz\u00f6sischen Gespr\u00e4chen in Frankfurt\u00a0\u00bb im Kaisersaal des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[39],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5166"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5166"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5166\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5204,"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5166\/revisions\/5204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}