{"id":5303,"date":"2017-02-04T00:10:51","date_gmt":"2017-02-03T23:10:51","guid":{"rendered":"http:\/\/neuesdesign.dfg-frankfurt.de\/verleihung-des-dfg-schuelerpreises-2017\/"},"modified":"2017-08-31T17:03:09","modified_gmt":"2017-08-31T15:03:09","slug":"verleihung-des-dfg-schuelerpreises-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/fr\/verleihung-des-dfg-schuelerpreises-2017\/","title":{"rendered":"Verleihung des DFG-Sch\u00fclerpreises 2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt auf Franz\u00f6sisch \u2013 Francfort en fran\u00e7ais<\/strong><br \/>\n<strong> Feierstunde im Kaisersaal zur Verleihung des Sch\u00fclerpreises 2017 der Deutsch-Franz\u00f6sischen Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p>Von Petra Kammann<\/p>\n<p>Bereits zum 7. Mal wurde zum Jahrestag des \u00c9lys\u00e9e-Vertrages der DFG-Preis f\u00fcr den besten Franz\u00f6sisch-Sch\u00fcler der Region Rhein-Main verliehen \u2013 eine Reminiszenz an den am 22. Januar 1963 besiegelten \u00c9lys\u00e9e-Vertrag zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die andauernde deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft war.<\/p>\n<p>Inzwischen haben sich bis heute \u00fcber 30 Schulen an diesem Wettbewerb beteiligt, allein in diesem Jahr waren es 16 Schulen, die sich um den mit 2.000 Euro dotierten Preis bewarben. Dementsprechend hoch war die Qualit\u00e4t der f\u00fcnf Finalisten, die zum m\u00fcndlichen Vortrag in den R\u00f6mer eingeladen wurden. Ihre Arbeiten befassten sich sowohl mit traditionellen Themen (z.B. den Erfahrungen aus dem Sch\u00fcleraustausch) als auch mit brandaktuellen Fragen der Integration oder der Zuwanderung. Die Schirmherrschaft hierzu hatte die franz\u00f6sische Generalkonsulin, Sophie Laszlo, \u00fcbernommen. Von den f\u00fcnf Finalisten wurde kurz vor dem Empfang Alicia Racke aus Frankfurt von der Ziehenschule f\u00fcr ihren Beitrag \u201eLes merveilles de Provence\u201c als zweitbeste Sch\u00fclerin und Paul Linke vom Goethe-Gymnasium aus Bensheim mit seinem Beitrag \u201eIch und Voltaire\u201c als bester Sch\u00fcler ausgew\u00e4hlt. \u201eSomit entsprechen sie vollkommen unserem Wunsch, das Miteinander mit Frankreich durch ein besseres gegenseitiges Verst\u00e4ndnis zu f\u00f6rdern\u201c, so Christophe Braouet, Pr\u00e4sident der Deutsch-Franz\u00f6sischen Gesellschaft.<\/p>\n<div id=\"attachment_5300\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5300\" class=\"wp-image-5300 size-full\" src=\"http:\/\/neuesdesign.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/cid_18091AF7-99C4-48FE-B0D1-277FA28472D8@Speedport_W_921V_1_42_000-S-600.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/cid_18091AF7-99C4-48FE-B0D1-277FA28472D8@Speedport_W_921V_1_42_000-S-600.jpg 600w, https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/cid_18091AF7-99C4-48FE-B0D1-277FA28472D8@Speedport_W_921V_1_42_000-S-600-300x236.jpg 300w, https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/cid_18091AF7-99C4-48FE-B0D1-277FA28472D8@Speedport_W_921V_1_42_000-S-600-500x393.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-5300\" class=\"wp-caption-text\">Oberb\u00fcrgermeister Peter Feldmann umrahmt von den Preistr\u00e4gern Alicia Racke (2. Preis) und Paul Linke (1. Preis), links Professor Matthias Zimmer MdB, rechts DFG-Pr\u00e4sident Christophe Braouet<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Peter Feldmann empfing die Frankfurter Deutsch-Franz\u00f6sische Gesellschaft im Kaisersaal des R\u00f6mers mit einer Rede, in der er auf die guten deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen als das Ergebnis der Auss\u00f6hnung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg hinwies: Beiden Staatsm\u00e4nnern, Adenauer und de Gaulle, war es damals bewusst, dass Ann\u00e4herung und Vers\u00f6hnung nicht allein durch politische Vertr\u00e4ge erzielt werden k\u00f6nnten. Verst\u00e4ndnis und Freundschaft der Menschen untereinander k\u00f6nnten nur entstehen, wenn dieser Gedanke auch im t\u00e4glichen Leben gepflegt werde. \u201eDie Deutsch-Franz\u00f6sische Gesellschaft f\u00f6rdert diesen Gedanken mit ihren unz\u00e4hligen Veranstaltungen und bringt so franz\u00f6sische Kultur und Wissensaustausch an den Main\u201c, unterstrich der Oberb\u00fcrgermeister das Engagement der Gesellschaft. Insbesondere habe der deutsch-franz\u00f6sische Jugendaustausch hier eine solide und nachhaltige Grundlage geschaffen.<\/p>\n<p>Feldmann forderte die Finalisten des Wettbewerbs auf, weiterhin generations\u00fcbergreifend am Ausbau der deutsch-franz\u00f6sischen Freundschaft im Sinne eines verantwortungsbewussten und geeinten Europas zu arbeiten. Frankfurts OB lie\u00df es sich dabei nicht nehmen, die schon historisch gut funktionierenden deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen ins rechte Licht zu r\u00fccken, indem er auf den \u201egemeinsamen Urvater und Kaiser Karl den Gro\u00dfen \u2013 Charlemagne\u201c, aufmerksam machte, der immerhin sogar im Kaisersaal als Wandgem\u00e4lde vertreten sei. Auch sei der fr\u00fchere franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Fran\u00e7ois Mitt\u00e9rand schon Ehrenb\u00fcrger der Stadt Frankfurt gewesen. Und \u00fcberhaupt pflege auch die Partnerstadt Lyon schon lange Verbindungen zu den Farbwerken H\u00f6chst, abgesehen von den hervorragenden Zug- und Flugverbindungen zwischen Frankfurt, Paris und Lyon. Ab M\u00e4rz gebe es sogar eine direkte blitzschnelle TGV-Verbindung Frankfurt \u2013 Marseille. Au\u00dferdem seien auch franz\u00f6sische Banken in der Mainmetropole vertreten.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der Deutsch-Franz\u00f6sischen Gesellschaft, Christophe Braouet, sprach den jungen Leuten gerade angesichts der so schwierigen Situation des aktuellen Europa vor allem Mut zu, vom Franz\u00f6sischen nicht abzulassen. Er wandte sich eindringlich an die herausragenden Sch\u00fcler, ihre sprachlichen Kompetenzen besonders zu nutzen, um auch weiterhin an einem stabilen, sicheren und friedlichen Europa mitzuwirken. Die Sprachen beider L\u00e4nder zu beherrschen, sei f\u00fcr die Jugend gerade heute besonders bedeutsam, weil sie damit auch diese wichtige Achse in Europa stabilisierten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2986\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2986\" class=\"wp-image-2986 size-full\" src=\"http:\/\/neuesdesign.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/DFG-Schuelerpreis-2017.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/DFG-Schuelerpreis-2017.jpg 600w, https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/DFG-Schuelerpreis-2017-300x215.jpg 300w, https:\/\/www.dfg-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/DFG-Schuelerpreis-2017-500x358.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-2986\" class=\"wp-caption-text\">Oberb\u00fcrgermeister Peter Feldmann mit den beiden Preistr\u00e4gern Alicia Racke und Paul Linke sowie den drei anderen Finalisten Brid Johnen, Fiona Helene Scheld und Jakob Hirsch; rechts Leitende Schulamtsdirektorin Marion We\u00dfling<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Abgeordnete (MdB) Professor Matthias Zimmer, Mitglied der Deutsch-franz\u00f6sischen Parlamentariergruppe, erinnerte an die fruchtbare Besch\u00e4ftigung beider L\u00e4nder miteinander, indem er so herausragende Schriftsteller und Pers\u00f6nlichkeiten zitierte wie <i>den <\/i>Architekten unseres Grundgesetzes, Carlo Schmid, der u.a. Baudelaire \u00fcbersetzte, sowie die Schriftsteller Romain Rolland, Ernst J\u00fcnger oder Stefan Zweig, denen beide Kulturen vertraut waren.<\/p>\n<p>Wenn es um die fruchtbare Beziehung zum westlichen Nachbarland geht, so wurde in dieser Feier auch die Lebendigkeit des \u201eFranco-Allemand\u201c im gesamten Rhein-Main-Gebiet augenf\u00e4llig. Der wunderbar zweisprachige Attach\u00e9 f\u00fcr Sprache und Bildung in Rheinland-Pfalz und Hessen, Thibaut Triqueneaux, der f\u00fcr die Schulen die Sprachpr\u00fcfung DELF (Dipl\u00f4me d\u2019\u00e9tudes de langue fran\u00e7aise) abnimmt, sprach in Vertretung f\u00fcr die kurfristig erkrankte Generalkonsulin Sophie Laszlo und betonte die herausfordernde und hochmotivierte Arbeit engagierter Vermittler, der \u201eF\u00e4hr-Frauen\u201c und \u201eF\u00e4hr-M\u00e4nner\u201c dies- und jenseits des Rheins, indem er darauf aufmerksam machte, dass in diesem Jahr Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein wird und wir somit eine \u201eHochburg der Frankophonie\u201c sein werden. Aktivit\u00e4ten dazu gebe es im gesamten Jahr unter dem Stichwort: \u201eFrancfort en fran\u00e7ais\u201c.<\/p>\n<p>Musikalisch wurde die Feier von dem frisch aufspielenden Blechbl\u00e4serquintett der Frankfurter Bl\u00e4serschule, Quintessenza, unter der Leitung von Sunhild Pfeiffer begleitet. Und dann fanden noch viele interessante Mut machende Gespr\u00e4che im Foyer statt.<\/p>\n<p><em>Fotos: Petra Kammann<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt auf Franz\u00f6sisch \u2013 Francfort en fran\u00e7ais Feierstunde im Kaisersaal zur Verleihung des Sch\u00fclerpreises 2017 der Deutsch-Franz\u00f6sischen Gesellschaft Von Petra Kammann Bereits zum 7. Mal wurde zum Jahrestag des \u00c9lys\u00e9e-Vertrages der DFG-Preis f\u00fcr den besten Franz\u00f6sisch-Sch\u00fcler der Region Rhein-Main verliehen \u2013 eine Reminiszenz an den am 22. 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